Schriftenreihe: Feminismus – Back to the Future

Leider war unsere Internetseite in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreichen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt, so dass wir einige Bereiche abschalten mussten, u.a. unseren Downloadbereich der fds-Schriftenreihen. Wir konnten das technische Problem aber vorerst lösen und können deshalb auch unsere „Feminismusbroschüre“ aus dem Frühjahr 2016 wieder anbieten.

Unsere fds-Landessprecherin aus Berlin, Halina Wawzyniak hatte auf ihrem Blog als erste über unsere neue Ausgabe der fds-Schriftenreihe berichtet. Sie schreibt:
„Wer sich informieren will, wie die Realität ist, der sollte einfach auf die Seite des fds gehen. Dorf findet sich zum Beispiel diese Broschüre zum Thema Feminismus. Jaja, richtig gelesen. Das fds hat eine Broschüre zum Thema Feminismus gemacht. (…) In ihrem Vorwort beschreibt die Bundessprecherin des fds Luise Neuhaus-Wartenberg die aktuelle Situation wie folgt: ‚Als fds wollen wir daher die inhaltliche Dimension einer Feminismus-Debatte, die für die Zukunft unserer Partei und uns als Zukunftspartei entscheidend ist, wieder stärker in den Vordergrund rücken.‘ Jana Hoffmann schreibt über den gleichstellungspolischen Backlash im Parlament. Gemeint ist natürlich vor allem die AfD, deren Position Jana wie folgt skizziert: ‚Andere Familien- und Lebensformen außer der tradierten Kleinfamilie erkennt die AfD nicht an. Familie ist nicht da, wo Nähe ist und Verantwortung füreinander übernommen wird. Familie ist ausschließlich Vater, Mutter, Kind(er).‘ In ihrem Artikel findet dann eine dezidierte Auseinandersetzung mit den gleichstellungspolitischen Positionen der AfD statt.

Katja Rom beleuchtet Flucht und Migration aus feministischer Sicht. In ihrem Beitrag heißt es: ‚Es gibt viele Gründe für Frauen, sich und ihre Angehörigen einer solch verzweifelten, möglicherweise tödlichen und nicht selten völlig aussichtslosen Flucht auszusetzen. Sie fliehen, weil sie aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt werden, aber auch weil sie Schutz vor ihrer Familie oder ihrem Partner suchen. Ihnen drohen in vielen Ländern Zwangsverheiratungen, Gewalt im Namen der Ehre, Genitalverstümmelungen, häusliche Gewalt. In Ländern mit kriegerischen Auseinandersetzungen führt die Auflösung sozialer Strukturen einer Gesellschaft zur Zunahme der Gewaltbereitschaft. In vielen Bürgerkriegen gehören systematische Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen zur Kriegsstrategie.‘ Sie macht auf die Besonderheiten der Flucht ebenso aufmerksam wie auf die besondere Situation von Frauen in Flüchtlings- und Notunterkünften, die rechtliche Lage im Hinblick auf die Anerkennung geschlechtsspezifischer Verfolgungsgründe und die Situation staatenloser Kinder. In meinem Artikel beschäftige ich mich mit der Frage, warum der Kampf gegen sexualisierte Gewalt mehr verlangt als strafrechtliche Lösungen. Im Hinblick auf DIE LINKE heißt es dort: ‚Um einen anderen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen, um Sexismus und sexualisierte Gewalt von Grunde auf zu ächten, bedarf es auch in der Partei DIE LINKE des Bewusstseins, dass die Fragen zur Gleichstellung der Geschlechter, die Ächtung sexualisierter Gewalt und die Klarstellung, dass Frauen keine Verfügungsmasse sind, gerade keinen Nebenwiderspruch darstellen. Die Gleichstellung der Geschlechter, die Ächtung sexualisierter Gewalt und die Klarstellung, dass Frauen keine Verfügungsmasse von Männern sind werden nicht erreicht, indem die Klassenfrage gelöst wird. Es gibt eben nicht nur den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. Und es gibt Sexismus und sexualisierte Gewalt eben nicht nur, weil wir im Kapitalismus leben. Sicherlich, auch dieser trägt durch seine Fokussierung auf Verwertung von allem und jedem auch seinen Beitrag bei. Aber eine Reduktion auf den Kapitalismus wird dem Problem nicht gerecht.‘ Schließlich zeigt Luise Neuhaus-Wartenberg auf, wie das Lebensgefühl einer Frau – Mitte 30, aus dem Osten – im Sächsischen Landtag so ist. Eine meiner Lieblingsstellen in diesem unterhaltsamen Interview ist folgende Aussage: ‚Da erlebst du sozusagen die Geschlechterzusammensetzung in ihrer institutionalisierten Schwere. Da ist es nicht der einzelne »Pappenheimer«, der sich noch allzu dolle an tradierte Rollenbilder klammert, sondern ganze Fraktionen oder sogar Koalitionen. Keine Ahnung, warum die Sache mit diesem neumodischen 21. Jahrhundert für einige noch so schwer ist. Vielleicht hat man Angst, dass wir ankommen und das Bier am Stammtisch oder den Gin Tonic in der After Work-Bar wegsaufen? Das wäre ein vernünftiger Grund zur Sorge. Andere sehe ich nicht.‘ Kurz und gut, die Broschüre sei zum Lesen empfohlen. Ich freue mich, dass meine Strömung das Thema aufgreift und sich mit der Broschüre in die Debatte einmischt“, so Halina Wawzyniak.

Broschüre Feminismus RZ

Für ein demokratisch-sozialistisches Europa

Das fds Brandenburg hat eine umfangreiche Broschüre zu europapolitischen Themen herausgegeben. Das fds Brandenburg will damit ein umfassendes Diskussions- und Bildungsangebot unterbreiten: »Wir wollen das Wissen über die Europapolitik im Allgemeinen und die EU im speziellen innerhalb der Partei stärken, und für eine integrationistische, konstruktiv-kritische linke Europapolitik werben. Vor allem wollen wir die Komplexität der Europäischen Union, gerade vor der Frage ihrer linken Transformation, in einer umfassenden Schrift skizzieren. Mit den hier erläuterten Ideen wollen wir die Partei und unsere Gesellschaft inspirieren. Vor allem aber: wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Internationalismus in Bezug auf Europa in unserer Partei politisch und gedanklich wieder erlebbarer wird.

Die Broschüre gibt es hier zum Download (oder ab dem Magdeburger Parteitag beim Stand des fds auf Papier)

Termin fds-Akademie & Bundestreffen 2015 steht fest

Wir freuen Euch den Termin für unsere diesjährige fds-Akademie mitteilen zu können. Diese findet vom 27. bis 29. November 2015 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) statt. Ebenfalls wollen wir unser jährliches Bundestreffen an diesem Wochenende durchführen. In den kommenden Tagen werden wir euch nähere Informationen zur Akademie bekannt geben, nach euren thematischen Ideen fragen und die Modalitäten für eure Anmeldungen mitteilen. Eins ist aber jetzt schon sicher: Dabei ist, wer sich früh anmeldet, denn die Plätze sind begrenzt.

Als Einstimmung auf unsere diesjährige Akademie veröffentlichen wir an dieser Stelle in unserer fds-Schriftenreihe die Dokumentation unserer fds-Akademie 2014 mit Texten von Matthias W. Birkwald, Jan Korte, Paul Schäfer, Petra Pau uvm. Ihr könnt diese hier runterladen oder auch per E-Mail bei uns bestellen. Wir senden Euch dann gedruckte Exemplare zu. Einfach Mail an info@forum-ds.de schreiben.

Dokumentation fds-Akademie 2014: fds schriftenreihe 3-2015 Akademie web (pdf.)

Schriftenreihe: LINKE Handelspolitik vs. TTIP

unbenannt1Die Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mobilisiert tausende Menschen in der Europäischen Union und jenseits des Atlantiks. Die Verhandlungen selbst und die Inhalte des Vertragsentwurfes sind nur einer handvoll Menschen bekannt. Die Verhandlungen zwischen der EU und den USA verlaufen klandestin. Das aber, was bereits bekannt ist, muss jeden Demokraten in Unruhe versetzen.

Auch DIE LINKE ist Teil einer internationalen und europäischen Protestbewegung gegen das geplante Freihandelsabkommen. Und mit ihr debattiert auch das forum demokratischer sozialismus (fds) über Alternativen zu TTIP und über eine faire Handelspolitik. In unserer zweiten Ausgabe unserer fds-Schriftenreihe 2015 widmen wir uns dem Themen TTIP und Handelspolitik allgemein. Wir freuen uns besonders Bernd Schneider, Handelsexperte im Europäischen Parlament als Autoren für diese Ausgabe unserer Schriftenreihe gewonnen zu haben und mit seinem Text eine weitere Grundlage für die politische Debatte in der Partei DIE LINKE und innerhalb der europäischen Protestbewegung gegen TTIP vorlegen zu können.

Diese Ausgabe unserer Schriftenreihe kann hier heruntergeladen werden, aber auch kostenlos bei uns gedruckt bestellt werden. Dazu reicht eine Mail an info@forum-ds.de aus und ab geht die Post. Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

fds-schriftenreihe-2-2015-ttip_rev_rz (pdf. Format)

Schriftenreihe: fds-Akademie 2014 – Dokumentation

Im vergangenen Dezember fand unsere alljährliche fds-Akademie in Frankfurt am Main statt. Über 120 Genoss*innen und Besucher*innen diskutierten zweieinhalb Tage lang über LINKE Handelspolitik, LINKE Außenpolitik, Energiefragen, eine neue Agenda Sozial und den Zukunftskongress der Partei DIE LINKE.

Wir haben die Debatten und Vorträge im Rahmen unserer fds-Schriftenreihe zusammengefasst und dokumentiert. Dieses kann hier heruntergeladen werden oder auch gedruckt bei uns kostenlos bestellt werden. Einfach eine Mail an info@forum-ds.de schicken und ab geht die Post.

Gespannt schauen wir auf den Spätherbst 2015, in dem eine neue Auflage unserer fds-Akademie stattfinden wird. Nähere Informationen dazu in Kürze an dieser Stelle. Bis dahin wünschen wir viel Freude beim Lesen!

fds-Akademie 2014 – Schriftenreihe 3/2015 (pdf.-Format) 

Schriftenreihe 1/2015: Zur Zukunft der LINKEN

Das forum demokratischer sozialismus (fds) hat als bundesweite Strömung drei substantielle Anträge an den Bielefelder Bundesparteitag gestellt. Leider konnten diese nicht in einem vernünftigen Maße debattiert und verabschiedet werden. Die Anträge sind nun zur weiteren Debatte und Beschlussfassung an den Parteivorstand überwiesen worden. Immerhin, auch wenn uns eine parteiweite Debatte besser gefallen hätte. Damit auch Mitglieder über den Parteivorstand hinaus an dieser Debatte teilhaben können, haben wir unsere Anträge in einer Extra-Ausgabe unserer fds-Schriftenreihe veröffentlicht, die hier heruntergeladen werden kann. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und hoffen auf eine intensive Debatte.

fds schriftenreihe 1-2015 Anträge Bielefeld (pfd.-Format)